How the user sees it

Dieser Tage beschäftigt mich eine Gegebenheit, die ich gerne “Das Anwendungsdesign-Phänomen” taufen würde.

Als gemeiner Programmierer sieht’s doch ungefähr so aus: Man kennt seine Sprache, Entwicklungsumgebung, Schnittstellen, Frameworks, Best Practises. Auf der Suche nach der pfiffigsten Architektur und geschicktesten Realisierung dürfte folgende Darstellung relativ trivial daherkommen:

Mehrschichtigkeit, MVC, MVP, Modularität – alles schon bekannt. Ist ja auch schön und gut – aber für die Leute, die hinter unsere Brötchen bezahlen, sieht es doch letztendlich so aus:

Was ich meine: Während die meisten Programmierer auf vorgefertigte Toolkits, Widget-Sets oder UI-Frameworks zurückgreifen, um ihre Oberflächen zusammenzubacken, gibt es einen ganzen Schlag an Designern, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als sich mit der Wahrnehmung für den Benutzer zu beschäftigen. Gleichzeitig lässt sich mit Endanwendern stundenlang über Oberflächenentwürfe schwadronieren, während aus Sicht des Technikers essenzielle Architekturfragen vergleichweise winzige Diskussionszeitrahmen erhalten.

Also: Haltet eure Oberflächen getrennt von allem Anderen. Macht eure erste Version so gerade noch benutzbar, denn die Zeit ist garantiert knapp und garantiert fangt ihr bei den Extras als erstes an zu Kürzen. Macht danach denn zweiten Schritt und bringt das Ganze zum glänzen.

In dieser Präsentation gibt’s mehr dazu – und die Bilder von oben.

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Peer to Peer-Kredite: Das Netz als Bank?

In einer nicht ganz aktuellen Folge des Elektrischen Reporters präsentiert Mario Sixtus eine neue. Form von kommerziellen Angeboten im Internet: So genannten Peer to Peer Kreditplattformen.

Elektrischer Reporter – P2P-Kredite: Mit Geld beginnt die Freundschaft

Bei Diskussionen über Kultugüter im Netz fällt früher oder später stehts das Transaktionskosten-Argument. Das WWW substituiert Klassische Inhaltevermittler wie Plattenlabels oder Verlage und minimiert den Beschaffungsaufwand, den ein Nachfrager für ein Gut aufwenden muss. Nun haben wir zurzeit keine Feierstunde von Bankenreputation. Wäre es nicht sinnvoll, diese Giganten abzuschaffen und die Beteiligten der Geldmärkte direkt im Browser zusammen zu bringen?

Nun erklärt es uns das Video bereits: Anstatt die besagten Transaktionskosten zu verringern, werden sie nur verlagert: Anstatt einen Vermittler durch die Zinsmarge zu speisen, suche ich als Kreditgeber selbst nach geeigneten Kreditnehmern, indem ich auf der Online-Plattform Investitionsvorhaben bewerte und Kreditwürdigkeiten einschätze. Tatsächlich habe ich zwar einen höheren nominalen Zins, dafür aber auch höhere Kosten der Informationsbeschaffung – Transaktionskosten, eben. Einen gesunden Wettbewerb zwischen Banken unterstellt, könnten dort diese Dienstleistungen – Informationsbeschaffung, Kreditwürdigkeitsprüfung, Zuordnung von Krediten nach Summe, Laufzeit und Ausfallrisiko – effizienter geleistet werden als bei Privatpersonen. In einem P2P-Netz müsste jeder Teilnehmer stets alle diese Informationen über jeden seiner Handelspartner einholen – die Bank hat diesen Aufwand nur einmal pro Teilnehmer. Darüber hinaus sähe sich das Kredit-Netz großen Gefahren durch Informationsunterschiede ausgesetzt, wenn es der Hobby-Banker mit dem Profi-Investor zu tun bekommt.

Aus Sicht der Datensparsamkeit kommen mir außerdem Bedenken an solchen Plattformen. Nun ist der Bankenmarkt mir seinen Scoring-Agenturen, Kredit-Profilern und “Beratungs-Services” nun offensichtlich kein Platz der Privatsphäre. Doch während der Kreditnehmer derzeit nur gegenüber seiner Bank bezüglich seiner Kreditwünsche offenbart, agiert diese als “Proxy” gegenüber dem- oder denjenigen, die ihm letzendlich den Kredit gewähren. In einem Online-Kreditmarktplatz a la Ebay, mit Angeboten, User-Profilen und -Bewertungen, lasse ich diese Informationen direkt meinen Handelspartnern zukommen und es entsteht eine interessante Datensammlung.

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Das A-Blogger Wort zum Sonntag

hajoschumacher: berliner morgenpost druckt morgen die parteiprogramme als tagclouds auf der seite 1 http://twitpic.com/j8j6i #btw09

Muss man das verstehen, Herr Sixtus?

sixtus: Unter starken Schmerzen aber trotzdem: Zweitstimme #Piraten.

Aufreger des Tages: Macht Sascha Lobo seine Stimmen ungültig, wenn er seinen Wahlzettel twittert?

saschalobo: http://twitpic.com/jclxr – Zwei Kreuze gemacht. #btw09 #spd

Und nochmal der rote Iro:

saschalobo: Als SPD-sympathisierender Hertha-Fan finde ich den Tagesverlauf bisher so mittel. #btw09 #bundesliga

saschalobo: Aber seht doch auch mal das Positive an Schwarz-Gelb:

sixtus: Und alle so: “Gnrftz”

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Read it Later: Nettes Leselisten-Tool als Firefox-Plugin

In Zeiten der Informationsflut und Kanalmulitiplizität ist es angenehm, alle Neuigkeiten, die einem das Netz täglich entgegenbrüllt, geordnet entgegenzunehmen. Wie oft ist es aber so, dass man einen interessanten Link zu unpässlicher Zeit findet, dessen Informationsinhalt zum Vergessen zu hoch, aber zum Bookmarken zu gering ist?

Hierfür eignet sich das Firefox-Plugin Read it Later: Es nistet sich unauffällig, aber schnell erreichbar in die Symbolleiste des Browser, um während des Surfens neue Links anzunehmen und eine Liste der bisher gemerkten Verweise anzuzeigen. Alternativ exportiert es auch dynamisch einen persönlichen Feed, um die Read-List in den RSS-Reader zu laden. Weiterhin integriert es auf Wunsch einen Marker-Button in den Google Reader. Die Liste kann entweder über den Anbieterserver oder jeden anderen Synchronisierer (z.B. Xmarks) synchronisiert werden, da die Listenverwaltung über einen Ordner in den Lesezeichen erfolgt.

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Google-Cache mit Firefox durchsuchen

Linktipp für heute: Das Firefox-Plugin Resurrect Pages

Resurrect (Firefox Plugin)

Wie wahrscheinlich bekannt sein dürfte, speichert Google Kopien von jeder gecrawlten Website. Auf diese kann man gewöhnlich nur über Suchergebnisse zugreifen, oder indem man den Browser händisch mit einer URL füttert. Dieses Plugin nimmt einem diesen Umweg ab. So besteht eine Chance zum Betrachten älterer Versionen von Websites oder solchen, die vorrübergehend nicht erreichbar sind.

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